Fellowship: Der Interactive Classroom von Ricoh

Mit dem Besuch bei der Ricoh Deutschland GmbH in Hannover wurde eine weitere Hospitation im Rahmen der Digital Learning Transfer Fellowships durchgeführt. Ziel der Fellowships sind die Analyse von digitalen Trends und ihren Transferpotenzialen für die Weiterentwicklung einer Hochschulbildung im digitalen Zeitalter.

 

Hier war unsere Mitarbeiterin Pamela Bogdanow bei Ricoh genau richtig. Es ging um die Frage, wie hybride Lehr- und Lernräume, also Räume die analoge und digitale Medien in sich vereinen, zukünftig auch an Hochschulen aussehen könnten und wie eine technische Umsetzung möglich werden kann. Ricoh entwickelte das erste interaktive Klassenzimmer auf Basis des 6-Zonen-Modells des Future Classroom Labs (FCL) des European Schoolnets. In diesen sechs Zonen wird vor allem Lernen möglich, das die Entwicklung der 21st Century Skills unterstützen soll.

In diesem Konzept wird davon ausgegangen, dass sich durch die Digitalisierung die Aufgaben innerhalb der Wissens- und Projektarbeit in vielen Arbeitsfeldern verändern werden. Zur Lösung von komplexen Problemen werden simultan mehrere Kompetenzen benötigt, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Daher haben die 21st Century Skills einen direkten Einfluss auf die Entwicklung zukünftiger Innovationen. Das bedeutet auch, dass auch an Hochschulen neue didaktische Lehr-/Lernszenarien in hybriden Lehr- und Lernräumen entwickelt werden müssen, in denen sich Studierende und Lehrende auf die gewandelten Arbeitsanforderungen vorbereiten können. Lernprozesse werden durch die Digitalisierung zunehmend flexibler, mobiler und offener. Lernwege können von den Lernenden individueller gestaltet werden. Zwar hat Ricoh das Konzept vornehmlich auf deutsche Schulen angepasst, eine Übertragung auf die Hochschullandschaft scheint jedoch in ähnlicher Form möglich. Wie? Das gilt es im Verlauf unserer weiteren Arbeit in der Medienbildung an der TU Braunschweig herauszufinden.

 

Sehr interessant war vor allem das Erleben des Interactive Classrooms in seiner Gesamtheit: Mobiliar und Technik sind auf bestimmte Lehr-/Lernszenarien genau abgestimmt. Wir als Medienbildung können von den bisherigen Erfahrungen von Ricoh im Praxiseinsatz profitieren und nehmen die vielfältigen Eindrücke gerne mit zurück an die Technische Universität Braunschweig, um hier eigene hybride Lehr- Lernräume zu gestalten und für die Lehre zugänglich zu machen.

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