Chemie3D

In der Chemie sind dreidimensionale Darstellungen von Molekülstrukturen und von Funktionen wie Potentialflächen oder Molekülorbitalen von zentraler Bedeutung. Die Herausforderung in der Lehre besteht hauptsächlich in der Übertragung von dreidimensionalen Inhalten in zweidimensionale Darstellungen beim Einsatz von traditionellen Medien. Dies stellt nicht nur für die Lehrenden, sondern vor allem für viele Studierende eine wesentliche Hürde beim Verstehen und Begreifen der Lerninhalte dar. Im Rahmen unserer Lehrveranstaltungen werden daher zwei neue technische Ansätze eingesetzt um diese Hürde zu überwinden:

  • Das Begreifen von dreidimensionalen Inhalten durch „Erfühlen“, d.h. echte Gegenstände, die man in der Hand halten kann. So können z.B. Moleküle mitsamt Orbitalen oder Potentialflächen mit Hilfe eines 3D-Druckers erstellt und allen Studierenden zum „Begreifen“ zur Verfügung gestellt werden.
  • Das Erleben von Inhalten durch interaktive dreidimensionale Darstellungsformen wie einer sog. virtuellen Realität. Hier wird die Dreidimensionalität mittels einer VR-Brille erzeugt und es ergibt sich die Möglichkeit, die Inhalte interaktiv zu betrachten und zu verändern.

Ziel unseres Projektes Chemie3D ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben sich abseits der traditionellen Methoden ein dreidimensionales Bild der behandelten Aspekte zu machen. Die Studierenden schulen dabei ihr räumliches Vorstellungsvermögen indem Sie die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten direkt miteinander vergleichen und selbst erleben können. Die in diesem Projekt entwickelten Konzepte lassen sich in weitere Lehrveranstaltungen in den Studiengängen der Lebenswissenschaften übertragen.

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms in medias res aus Studienqualitätsmitteln gefördert.

Informationen

Ausführende Einrichtung: Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
Projektbetreuung: Dr. Mario Wolter
Lernformat: Visualisierung
Zielgruppe: Studierende der Chemie
Veranstaltungstyp: Vorlesung, Seminar, Übung