Science Caching

Mobiles Lernen in den Vorlesungen „Stahlbau 2.0“ und „Bautechnikgeschichte“

Vorhandene Bauwerke bieten für die Studierenden umfassende und vielfältige Möglichkeiten zur Information. Sie sind die ergiebigsten Primärquellen für Fragen des Bauens. Häufig wird bei Rückfragen an die Studierenden festgestellt, dass das „offene Auge“ für Bauwerke, genauso wie die Motivation zur Suche nach besonderen Bauwerken, fehlt. Kaum jemand kann sagen, wo sich eine Hängebrücke in Braunschweig befindet, oder welche architekturhistorisch bedeutenden Merkmale die Bauten von Prof. Henn in Braunschweig haben. Auch aktuelle Baustellen werden nur von wenigen Studierenden aus eigenem Antrieb beobachtet.

Mit mobilen GPS-Geräten sollen die Studierenden zu den Bauwerken gelangen und Fragen beantworten, die vor Ort durch Betrachtung beantwortet werden können. Auch Hintergrundfragen, deren Antworten durch Recherche vorher von zu Hause aus zu ermitteln sind und Bewertungsaufgaben kommen zum Einsatz. Dabei sollen verschiedenste Bewertungskriterien für ein Bauwerk angesprochen werden, wie beispielsweise die architektonische Grammatik, die verwendeten Konstruktionen und Baumaterialien, statisches System, Detaillösungen, etc. Die zeitliche Durchführung der Lehrveranstaltung liegt dabei vollständig in der Hand der Studierenden, die selbständig die Orte besuchen, dazu lesen, recherchieren und beobachten.

Im kommenden Semester wird “Science Caching” in das Projekt “Digitale Konstruktionswerkstatt” eingebettet. Es wird damit zum Bestandteil einer digitalen Lernumgebung mit Drag & Drop Fragen, Leaderboards und mehr.

 

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms in medias res aus Studienqualitätsmitteln  zum Sommersemester 2015  gefördert.

Informationen

Ausführende Einrichtung: Institut für Stahlbau der TU Braunschweig
Lernformat: Game-based Learning
Veranstaltungstyp: Vorlesung und Hörsaalübung
Gruppengröße: 150-200 Teilnehmer