Screencasts erstellen

 

Screencasts sind eine geeignete Methode, um einfach und schnell Lehrvideos zu erstellen, ohne professionelle Kenntnisse der Multimediaproduktion besitzen zu müssen. Prinzipiell können mit Screencastprogrammen Aktionen auf dem Computerbildschirm sowie Webcamvideos aufgezeichnet werden. Gleichzeitig oder ergänzend können ist es möglich Audiokommentare aufzunehmen. Je nach Programm variiert der Einsatzzweck, die Vielfalt der Konfigurationsmöglichkeiten sowie der benötigte Zeitaufwand. Im Folgenden werden drei Programme exemplarisch vorgestellt.

 

Presenter

Presenter ist ein Software-Plugin, das in Powerpoint integriert wird und audiovisuelle Bearbeitungsmöglichkeiten sowie interaktive Gestaltungselemente hinzufügt. Das Kernelement von Presenter ist die Aufzeichnungsfunktion, mittels derer aus Präsentationsfolien vertonte Videos und Screencasts inklusive Quizelementen erstellt werden können. Es eignet sich somit optimal zum Erstellen von Onlinevorlesungen oder Lehrinhalten zur Ergänzung der Vorlesung.

Eine zeitlich begrenzte Demoversion kann beim Anbieter Adobe nach einer Registrierung heruntergeladen werden. Die Vollversion ist für Hochschulen vergünstigt auf dem Software-Portal Niedersachsen für Forschung und Lehre verfügbar. Die Arbeitsergebnisse können in den Formaten MP4, HTML 5, PDF und Flash exportiert werden, wobei interaktive Inhalte wie z.B. die Quizfunktion auch nur in interaktiven Formaten wie HMTL 5 funktionieren.

Der Schwerpunkt bei der Anwendung liegt auf der einfachen Handhabung und einem unkomplizierten Workflow, d.h. es lassen sich ohne viel Einarbeitungszeit und großen Aufwand praktikable Ergebnisse erzielen. Nachbearbeitungsfunktionen sowie Konfigurationsmöglichkeiten im Hinblick auf Videoqualität und –kompression sind in begrenztem Umfang vorhanden.

Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo:

Für Presenter gelten die allgemeinen Datenschutz- und Nutzungsbedingungen der Firma Adobe. Mit der Nutzung der Online- und Clouddienste, z.B. „Captivate Prime“ werden der Firma Adobe und ggf. assoziierten Unternehmen eine weitreichende Nutzungslizenz an den übermittelten Inhalten gewährt. Weitere Informationen finden sie hier: http://www.adobe.com/de/legal/terms.html sowie http://www.adobe.com/de/privacy.html

 

Camtasia

Das Screencast-Tool Camtasia bietet eine einfache Möglichkeit, den Bildschirminhalt als Video aufzuzeichnen. Damit können beispielsweise Software-Tutorials oder PowerPoint-Präsentationen mit Audiokommentaren erstellt werden. Zudem können Sie interaktive Videos mit klickbaren Links, Inhaltsverzeichnissen, Suchfunktion oder Quizfragen bestücken und so die Zuschauer aktiv mit einbeziehen.

Das Programm verfügt über zahlreiche Komfortfunktionen, die das Erstellen eines professionell wirkenden Videos erleichtern. Es gibt eine große Auswahl vorgefertigter Animationen, von Hintergründen über Icons bis zu einblendbaren Grafiken. Durch die intuitive Bedienung lassen sich auch ohne große Vorkenntnisse hervorragende Ergebnisse erzielen.

Es handelt sich um eine kostenpflichtige Software. Für Hochschulen besteht die Möglichkeit über das Software-Portal Niedersachsen für Forschung und Lehre, eine vergünstigte Version zu bekommen. Hier finden Sie weitere Informationen des Herstellers.

Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo:

Vom Benutzer erstelle Inhalte können offline auf dem Rechner gespeichert werden. Mit der Nutzung der Online- und Cloud-Dienste werden der Firma Techsmith und assoziierten Unternehmen mit der Übertragung der Inhalte gleichzeitig eine weitreichende Nutzungslizenz gewährt. Genauere Informationen dazu finden sie hier: https://assets.techsmith.com/Docs/pdf-camtasiaStudio/TechSmith-Camtasia-German-EULA.pdf sowie https://www.techsmith.de/datenschutz.html

 

Windows 10

Das PowerPoint Add-on “Office Mix” fügt PowerPoint Funktionen zur Webcam-Aufzeichnung, Screencast-Erstellung, handschriftlichen Annotation von Folien sowie Interaktion und Quiz-Erstellung hinzu. Office Mix ist kompatibel mit allen Office Versionen ab Office 2013. Die Lizenz dazu gibt es hier.

Eine kostenlose Variante ist der Movie Maker von Windows. Ab der Version 2012 ist das Programm insbesondere geeignet, um bestehendes Audio- und Videomaterial auf einfache Weise zu kürzen, zusammenzustellen oder mit Texteinblendungen und Audiokommentaren zu versehen. Da es von Microsoft nicht weiter entwickelt wird, kann die letzte Version nur von anderen Quellen wie der Internetseite CHIP bezogen werden. Die Setup-Datei enthält neben dem Movie Maker weitere Programme, die unter dem Namen Windows Essentials 2012 zusammengefasst sind, aber nicht alle installiert werden müssen.

Ein weitestgehend unbekanntes Feature von Windows 10 ist die vorinstallierte Kamera-App. Damit kann auf einfache Weise Bild und Ton einer Webcam aufgezeichnet und weitergeleitet werden. Mit etwas Einarbeitung kann unter Windows 10 auch ohne Extra-Programm ein hervorragendes Lehrvideo erstellt werden.

Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo:

Mit der Nutzung der Online- und Clouddienste, z.B. „OneDrive“ werden der Firma Microsoft und assoziierten Unternehmen grundsätzlich eine weitreichende Nutzungslizenz an den übermittelten Inhalten gewährt. Weitere Informationen finden sie hier: https://www.microsoft.com/de-de/rechtliche-hinweise/nutzungsbedingungen.aspx sowie https://privacy.microsoft.com/de-de/privacystatement

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